In den vergangenen Wochen wurde der VW-Konzern von der Sorge geplagt, dass bei weltweit 800.000 Fahrzeugen die CO2-Emissionen über den offiziellen Angaben liegen könnten. Diese Befürchtung erwies sich als unberechtigt – auch in Österreich, wo lediglich 336 Autos betroffen sind. Die Zahl der österreichischen Dieselfahrzeuge mit manipulierten Stickoxidwerten stieg dagegen gegenüber den ursprünglichen Angaben von 363.400 auf rund 388.000 Stück, erklärte Favey bei einer Pressekonferenz in Wien: Die Nachbesserung dieser Autos werde Ende Jänner anlaufen.

 

Ab der 4. Kalenderwoche werden die Fahrzeuge mit den 2-L-Motoren, die für knapp 61 % des gesamten Rückrufvolumens verantwortlich sind, in die Vertragsbetriebe gerufen. Ab der Kalenderwoche 22 sollen die 1,2-Liter-Modelle, die mit 1,7 % lediglich eine untergeordnete Rolle spielen, folgen. Bei beiden Motorisierungen wird laut dem VW-Konzern ein Update der Software zur tatsächlichen Erreichung der genannten Schadstoffwerte ausreichen. Bei den 1,6-Liter-Motoren, die ab der Kalenderwoche 39 an der Reihe sein werden, ist dagegen neben dem Software-Update auch der Einbau eines Strömungsgitters vor dem Luftmassenmesser nötig.

 

Die im Zuge der Rückrufaktion anfallenden Arbeiten würden zwischen 30 Minuten und 1 Stunde in Anspruch nehmen, erläuterte Favey: „Das entspricht nach ersten Berechnungen rund 4,2 % der jährlichen produktiven Stunden in unserer Serviceorganisation.“ Dieser Aufwand werde den Vertragsbetrieben vom Hersteller zur Gänze vergütet – ebenso wie die Kosten für das Material und für allfällige Ersatzmobilitätslösungen: „Das wird die Händler nichts kosten.“

 

Um den Abgasskandal auch medial hinter sich zu lassen, will der VW-Konzern in den kommenden Monaten mit einer „E-Mobilitäts-Offensive“ Pluspunkte sammeln. Immerhin werde der e-Golf nach dem Inkrafttreten von Vorsteuerabzug und Sachbezugsbefreiung per 1. Jänner 2016 sowie unter Einrechnung aller regionalen Förderungen für Firmenkunden ab 23.525 Euro erhältlich sein, so Favey: „Das ist ein niedrigerer Preis als beim Golf TDI.“