Experten mahnen heute schon ein, dass die Politik von falschen Anreizen und kurzfristigen Zielen – allem voran die individuelle Mobilität – abrücken müsse. Reflexartig wird die Pendlerpauschale infrage gestellt und der Sprit wird sowieso teurer. Da ist der Denkweg zum Abschied fossiler Brennstoffe auch nicht mehr weit.
Letztendlich ist das egal, denn bei aller „völkerrechtlichen“ Verbindlichkeit gibt es keine Sanktionen, wenn die Ziele nicht erreicht werden. Hauptsache, unser Leben wird unbezahlbar. Diesen Effekt wird uns die Politik nicht mehr allzu lange verheimlichen können. Ein Klimahandel, der unbezahlbar ist. Mit dem Klimavertrag ist nichts gerettet, schon gar nicht die Welt vor dem Klimakollaps.
Irgendwie befällt mich das Gefühl einer sich nähernden Katastrophe. Nämlich die der Massenarbeitslosigkeit, die in Ansätzen schon auf uns einwirkt. Ohne auf Details einzugehen – darüber schwadronieren ohnehin die zahllosen selbsternannten oder gekauften Experten – darf man sagen, dass politisch nichts weniger als das Aus für die fossilen Energieträger beschlossen wurde. Das bedeutet aber auch den Abschied von Wohlstand und Lebensfreude. Diesen Schritt müssen uns die Politiker wohl lange vor 2050 erklären, wenn ihnen dafür noch Zeit bleibt.
Die Industriestaaten sollen, so steht es im Klimavertrag, ab 2020 bis 2025 Entwicklungsländern jährlich über 90 Milliarden Euro spendieren, damit sie brav und motiviert sind, das Abkommen zu unterstützen. Außerdem soll für arme Länder ein Versicherungssystem gegen Schäden durch den Klimawandel aufgebaut werden, wenn Dürre und Überschwemmungen ganze Landstriche verwüsten. Sind darin auch die Kriegsschäden abgedeckt, die die Industriestaaten im Gegeneinander der Interessen verursachen?
Bei soviel globaler Feinfühligkeit der 159 Unterzeichnerstaaten: Ist dann die Frage nicht legitim, jede zweite Familie auf dieser Welt zu überzeugen, sich nur noch halb so schnell zu vermehren? Das würde die Ressourcenvergeudung nachhaltig bremsen.
Wieder zurück in unserer rot-weiß-roten Welt: Wir brauchen uns weiter keine Sorgen machen, denn bis 2030 wird bei uns der Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien kommen und zusammen mit dem „realen Preis“ – bis zu 30 Euro pro Tonne für CO2-Kosten anstatt jetzt 8 Euro (wie kommt Umweltminister Andrä Rupprechter zu dieser Bepreisung?) – lässt sich aus dem Operettenland Österreich die Welt locker retten.
