Univ. Prof. Dr. Sebastian Kummer (WU Wien) brachte auf es den Punkt: Eine starke Reduktion des Verkehrs und der damit verbundenen CO2-Emissionen hätte „einen vollkommenen Umbau unseres Wirtschaftssystems zur Folge – oder man müsste Lösungen finden, womit man ohne vergleichbaren Schadstoffausstoß entsprechende Mobilität gewährleistet.“
Auch VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer räumte ein, dass es in manchen dünn besiedelten Gebieten sehr schwierig sei, öffentlichen Verkehr mit entsprechendem Takt anzubieten. Univ.Prof. Dr. Hermann Knoflacher (TU Wien) meinte, angesprochen auf den Trend, dass Shoppingcenter an den Stadträndern zusätzlich Verkehr verursachen, dass man diese ruhig bauen könne, aber die dazugehörigen Parkplätze massiv besteuern und Parkgebühr einheben müsste, um wieder faire Verhältnisse herzustellen.
Die ehemalige Generalsekretärin des ARBÖ, Mag. Lydia Ninz, stellte außer Frage, dass das Auto vor allem in ländlichen Bereichen unverzichtbar sei: „Wie kommen die Menschen sonst in die Schule, zum Einkaufen und zu den notwendigen Dingen des Lebens?“ Einig waren sich die Experten darin, dass eine Mobilitätswende ohne Wende im Wirtschaftssystem Utopie bleibt.
Ohne Auto geht also auch in Zukunft nix: Wir bleiben Auto! Der Beitrag „Menschen & Mächte: Wir sind Auto“ ist noch bis Donnerstag, dem 17.Dezember unter www.tvthek.orf.at abrufbar.
