„Moderne Lkw verbrauchen heute bei 40 Tonnen nur noch rund 28 Liter Diesel“, klärt Weinberger auf: „Um die Jahrhundertwende waren es noch 35 Liter. Der Lkw ist sauber wie nie – und historisch gesehen haben wir die niedrigsten CO2- und Verbrauchswerte, die es je gab.“
Die Studienautoren hatten die Behauptung aufgestellt, „es sei klar, dass die Effizienz von Lkw-Zügen...seit mehr als einer Dekade gleich geblieben ist“. Sie stellen Ähnlichkeiten der Verkaufstrends in der EU und den USA punkto Motoren fest, meinen aber in den USA stärkere Verbesserungen punkto Effizienz zu entdecken.
Die Studie des ICCT (International Council of Clean Transportation) „verzerrt die Realität“, kritisiert Weinberger: Die Werte könnten sich keinesfalls auf einEinzelfahrzeug beziehen, sondern auf den Gesamtverbrauch. „Wenn dieser steigt, liegt es aber nicht daran, dass der Verbrauch der Lkw steigt - genau das Gegenteil ist hier der Fall: Die Transportleistung steigt permanent“, stellte Weinberger klar. Diese sei ein Ergebnis von Wohlstand, Warenverteilung und Konsumentwicklung einerseits sowie andererseits Ergebnis der wirtschaftlichen Entwicklung. Speziell Kleinpakete und der Online-Handel lösten ständig zusätzlichen Transport aus.
Derzeit werde auf EU-Ebene eine CO2-Klassifizierung erarbeitet, doch die sei gar nicht nötig, denn der Markt übernehme diese Aufgabe: „Rund 1/3 der Gesamtkosten des Lkw-Einsatzes machen die Treibstoffkosten aus. Der Kunde würde keinen Lkw kaufen, der zuviel verbraucht“, sagt Weinberger.
„Heute sind wir bei 1 Liter Kraftstoff pro transportierter Tonne Nutzlast auf 100 Kilometer. Das ist ein Rekordwert und war nur durch entsprechende Anstrengungen seitens der Hersteller zu erreichen. Die Fortschritte sind beträchtlich – die Hersteller treten jederzeit gern den Beweis an!“, spricht Weinberger eine Einladung zum Lkw-Probefahren aus.
