Der EU-geleiteten Paragraphenproduktion mangelt es nicht an aufklärenden Hinweisen: Servicevorschlag ist ein Hinweis, der inzwischen den Verdacht wecken könnte, dass der Konsument/Verbraucher/Nutzer für weitere Servicezutaten selbst sorgen muss, die ansonsten gerne gratis versprochen werden.

 

Mit dem Umbau des Markenhandels wird indes von den Autokonzernen finanziell aufgeräumt. Das Kleingedruckte wird zum großen Druck für die Masse der Konsumenten. Dazwischen steckt der regionale Dienstleister (Handel und Service) in der Klemme. Beispiel dafür geben Peugeot, Citroën oder auch Mercedes, die lokal ihre Einsparungsmaßnahmen über den Vertriebspartner auf dem Rücken ihrer Kunden austragen. Unterm Strich rutschen die Händler in die roten Zahlen. Die Hersteller geben das noch nicht zu, dass auf Sicht ihnen gleiches blühen wird.

 

Es gibt wenige Branchen, die in ihrer Wirkung derart überwältigen, dass das denkende Gegenüber sie nur schwer mit klaren Kategorien fassen kann. Die Automobilwirtschaft ist so eine Kategorie. In ihrer Wirkung immer meinungssicher, stellt sie andere auch mal mit vernichtenden Urteilen an den Pranger – auch wenn es da und dort an konkreten Vorschlägen hapert. Heute ist das eine Branche, die nach über einem Jahrhundert Erfolg und Wachstum beginnt das alles hinter sich zu lassen.

 

Doch jetzt wird man den Eindruck nicht los, dass die Autowirtschaft – in Deutschland erzielt sie sage und schreibe 60 Prozent des Exportüberschusses – zwar Richtung und Ziele kennt, aber die Wege dorthin immer seltener direkt sucht. Diese Suche löst beim Publikum höchst unterschiedliche Reaktionen aus. Nicht wenige lieben die wirtschaftlich aus der Zeit fallende Autowirtschaft für ihren technischen Fortschritt. Bei anderen wirkt ihre trotzige und arrogant anmutende Haltung störend. Immer öfter stößt man die Menschen, die Kunden, vor den Kopf. Man stellt sich nicht den eigenen Widersprüchen, erklärt, warum manche Versprechen – Stichwort Volkswagen – wirtschaftlich nicht zu lösen sind.

 

Zurücknehmen will man sich nur zu Lasten der anderen, zum Beispiel bei den Vertriebspartnern. Sich mit Sturheit Respekt zu verschaffen, klappt nicht und mit vermeintlichem Wachstum Vertrauen zu schaffen geht auch nicht, und schon gar nicht, wenn rundherum Verluste und fehlendes Wachstum den Markt bestimmen.

 

Meine kritischen Worte fordern heraus, sichern mir ein rasches Urteil in Richtung Defätismus und ich fühle mich dennoch veranlasst, dagegen zu halten, mit meinen Ansichten herauszufordern. Speziell jetzt zum Jahresende befeuern wieder Sparprogramme die Pleiten und die Politik steigert sich lediglich in der fortgesetzten Paragraphenproduktion zur wirtschaftlichen Wertlosigkeit. Ich erlaube mir, weiter konsequent den Widerspruch zu leben.