Die Berufsgruppe Bus wolle bei der Maut nicht mit dem Güterverkehr in einen Topf geworfen werden, da für den Bus völlig andere verkehrspolitische Zielsetzungen gelten: Der könne auch nicht seitens der Politik wie ein schweres Nutzfahrzeug behandelt werden, erklärte Martin Horvath, Berufsgruppenobmann des österreichischen Autobusgewerbes im Rahmen der Diskussion: „Was bewegt Sie?“.
Sie war mit Ing. Mag. Bernd Datler, Geschäftsführer der Mautservice GmbH, Mag. Franz Weinberger, Sprecher der Nutzfahrzeughersteller in der Industriellenvereinigung, sowie Generalmajor Martin Germ, Leiter des Verkehrsdienstes der Bundespolizei im Innenministerium, hochrangig besetzt.
Die zum Mautsystem ab 2017 erzielte Einigung sei ein wichtiger Beweis für die konstruktive Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft, sagte Horvath. Er verwies auf erfolgreiche Kooperationen der Europäischen Busverbände, die beispielsweise die tägliche Einfahrtsgebühr von 1.000 € für Rom verhindert und die Erhöhung des zulässigen Gewichts für zweiachsige Autobusse auf 19,5 Tonnen erreicht haben. Diese Regelung setze Österreich nun, so Horvath, als erstes Land national um. Er wandte sich an Weinberger als Vertreter der Nutzfahrzeugimporteure, derartige Busse möglichst rasch zum Kauf anzubieten.
Nationale wie EU-weit geltende Rechtsmaterien gehörten generell auf den Prüfstand, lautete die Forderung im Zusammenhang mit praxistauglichen Lenk- und Ruhezeiten, adressierte Horvath seine Botschaft an Germ. Verständnis gebe es für effektivere Straßenverkehrskontrollen, zumal sie der Garant dafür seien, dass der Bus seine Position als sicherstes Verkehrsmittel beibehalte.
