Autonom fahrende Autos werden irgendwann zum Straßenbild gehören, bis dahin wird aber noch einige Jahre dauern. Friedrich Eppel, stellvertretender ÖAMTC-Cheftechniker: „Realistischere Umsetzungschancen, wenngleich es ebenfalls noch Zukunftsmusik ist, hat das hochautomatisierte Fahren in bestimmten Verkehrssituationen“.

 

Dass die Entwicklung in den nächsten Jahren verstärkt an Fahrt aufnehmen wird, steht für die Experten jedoch  außer Frage: „Handfeste wirtschaftliche Interessen beschleunigen die Serienreife des selbstfahrenden Autos. Das sieht man auch am Engagement von Google, Apple und Co, die sich mit dieser Thematik beschäftigen“, ist sich etwa Prof. Dr. Thomas Form, Leiter des Forschungsfelds Elektronik und Fahrzeug bei der Volkswagen AG. Dipl.-Ing. Georg Tanzmeister, Leiter Forschung und Technik bei der BMW Group, plädiert darüber hinaus für eine breitere Diskussion um etwa die Frage zu klären, in welchen Situationen der Fahrer überhaupt die Kontrolle (Stichwort: Autobahn vs. Landstraße) an das Fahrzeug abgeben möchte.

 

Auf breite Zustimmung stieß auch Oliver Fochler, Division Chassis & Safety bei Continental mit seinem Statement, dass es den Autoherstellern „primär um die Erhöhung der Verkehrssicherheit und in weiter Folge um die Erhöhung des Komforts“ gehe: „Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für Komfort.“

 

Da die Sensoren noch Probleme mit Nebel, Schneefall oder starkem Regen haben, seien die Fahrzeuge derzeit nur „Schön-Wetter-Autos“. Form geht deshalb davon aus, das der bisherige Weg fortgesetzt wird: „Langfristig kann nur eine Kombination von unterschiedlichen Sensorsystemen (Anm.: Radarsensoren, Laserscanner, Kamerasysteme) – so wie wir und andere das bereits praktizieren – höchstmögliche Sicherheit bieten, da der eierlegende Wollmilchsau-Sensor noch nicht erfunden wurde.“ Das ist aber in sofern kein wirklich dringendes Problem, weil sich die „größten Hürden“ laut ÖAMTC-Chefjurist Mag. Martin Hoffer derzeit „ohnehin im strafrechtlichen und ethischen Bereich“ auftun.