Der Datentransfer erfolgte über eine eingebaute SIM-Karte bzw. App des Autoherstellers am Smartphone. Die Analyse zeige, dass neben Fahrerprofil, Fahrzeug-Ortung und Fahrzeit auch die vom Mobiltelefon synchronisierten abgespeicherten Telefonnummern, Adressen und Mailadressen erfasst und im Speicher abgelegt werden, wie Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung sagt.

 

Dies sei nicht im Sinne der Autofahrer: Zugriff auf die Daten habe derzeit nur der Fahrzeughersteller. Gemeinsam mit der FIA Region I setzt sich der ÖAMTC mit der Kampagne „My Car My Data“, die kürzlich im EU-Parlament vorgestellt wurde, für klare Regeln zur Datenerfassung und -weitergabe aus dem Auto ein. Zwar befürwortet eine Mehrheit der Autofahrer die Aufzeichnung und Weitergabe von Daten – aber unter bestimmten Voraussetzungen und zu definierten Zwecken. Das geht aus einer Umfrage hervor, welche die FIA  in 12 europäischen Ländern, darunter auch in Österreich, parallel zum Fahrzeug-Test durchgeführt hat.

 

86 % der Österreicher würden ausgewählte Daten zur Pannenbehebung weitergeben. Allerdings möchten 91 % den Pannendienst selbst wählen. 97 % wollen die Kommunikation aus dem Auto komplett abschalten können. Besorgter als die meisten Europäer zeigen sich die Österreicher mit 68 % hinsichtlich der Offenlegung privater Informationen, der kommerziellen Nutzung ihrer Daten (61 %) sowie Hacking (60 %).

 

Wiesinger fordert klare Regeln – und spricht damit für 92 % der Österreicher, die laut FIA-Region I-Umfrage Bedarf für gesetzliche Regelungen orten. „Man braucht für jedes Modell eine übersichtliche Liste, welche Daten erfasst, verarbeitet, gespeichert und weitergegeben werden. Der Konsument muss entscheiden können.“