Die Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Stadt zu verdrängen und den eigentlichen Herausforderungen auszuweichen, zeichne noch lange keine Verkehrspolitik aus, wie der Arbeitskreis der Automobilimporteure mitteilt. Ein „Verkehrskonzept“, welches sich zum Ziel gesetzt habe, den Autoverkehr schlicht und einfach zu eliminieren, sei nicht akzeptabel. Was die rot-grüne Stadtregierung unter Verkehrspolitik verstehe, beweise, wie ideenlos und realitätsfremd die handelnden Personen auf diesem Gebiet seien.
Es sei unverständlich, dass die Stadtregierung Verkehrspolitik rein ideologiegetrieben und ohne Blick und Verstand für das Wesentliche betreibe. Dies sei nicht länger tragbar. Die städtische Verkehrspolitik sei in Zeiten der Urbanisierung eine Herausforderung. Das Bündeln und Koordinieren unterschiedlicher Interessen auch. Aber die Arbeit müsse in Angriff genommen werden, ansonsten ergebe sich höchstens einmal mehr ein politischer Stillstand.
Auch der Autofahrerklub ARBÖ hält nichts von den neuen Plänen der Wiener Stadtregierung: „Es kann nicht sein, dass schon wieder die Autofahrer mit einer ebenso sinnlosen wie unverständlichen Maßnahme schikaniert werden. Tempo 30 ist dort zu begrüßen, wo es Sinn macht – wie vor Schulen oder Kindergärten – nicht aber auf einer dreispurigen Hauptverkehrsader wie dem Gürtel“, sagt Direktor Günther Schweizer, Landesgeschäftsführer des ARBÖ Wien. Zudem sei eine Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer als Umweltschutzmaßnahme nicht förderlich: Die belege auch eine von der TU Wien unter Leitung von Prof. Dr. Bernhard Geringer durchgeführte Studie: Demnach konnten bei der Untersuchung insgesamt keine schlüssigen Emissionsvorteile für Tempo 30 gefunden werden.
Durch eine Temporeduktion könnten höhere Kosten auch für jene Personen, die nicht mit dem Auto fahren, entstehen. Etwa Nachtbusse hätten längere Fahrtzeiten, wodurch mehr Busse unterwegs sein müssten. Und auch die Fahrtzeit mit dem Taxi würde sich erhöhen. „Daher müssten alle Wienerinnen und Wiener, egal ob Autofahrer oder nicht, für diesen Unfug zahlen“, so Schweizer.
Der Verkehrssprecher der FPÖ Wien, Anton Mahdalik, geht mit der Chefin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou hart ins Gericht: „Die grünen Autohasser haben in den vergangenen Jahren mit tatkräftiger Unterstützung der SPÖ wirklich alles unternommen, um die Wiener Autofahrer zu schikanieren und gleichzeitig mehr Stau, Lärm und Abgase zu produzieren. Statt mit einer Grünen Welle auf Hauptverkehrsadern den Verkehr flüssiger und damit umweltfreundlicher zu gestalten, will die versierte Wortbrecherin Vassilakou nun mit noch mehr sinnlosen 30er-Zonen weiter in dümmlicher Art und Weise der Wirtschaft und Umwelt der Bundeshauptstadt Schaden zufügen.“
