Willi hatte gefordert, dass Autolenker ab dem 70. Lebensjahr regelmäßig überprüft werden und dies damit begründet, dass Reaktionsfähigkeit und Blickfeld mit zunehmendem Alter eingeschränkt sind.
BGO Burkhard Ernst warnt vor einer Pauschalverurteilung: „Führerschein-Checks für ältere Verkehrsteilnehmer stellen eine Diskriminierung sondergleichen dar. Das Verantwortungsbewusstsein einzelner Verkehrsteilnehmer hat nichts mit dem Alter zu tun. Man muss sich schon wundern, welche Ideen aus manchen politischen Richtungen kommen, um für immer neue Einnahmequellen zu sorgen.“
Ein klares „Nein“ kommt vom Pensionistenverband Österreichs zu der wieder vermehrt auftauchenden Forderung nach verpflichtenden Überprüfungen und Kontrollen von älteren Führerscheinbesitzern:„Fahrsicherheit und Verantwortungsbewusstsein sind keine Frage des Alters. Es gibt in allen Altersgruppen – von 17 bis 99 – ebenso sichere, verantwortungsbewusste Fahrer, wie auch leider solche, die eine Gefahr im Straßenverkehr darstellen. Der PVÖ ist dagegen, ältere Führerscheinbesitzer pauschal zu verurteilen. Wir lehnen einseitige, diskriminierende Hürden wie Zwangsuntersuchungen, Fahrbeschränkungen oder gar Alterslimits für Führerscheine vehement ab“, sagt PVÖ-Präsident Karl Blecha.
Mobil zu sein sei die Voraussetzung für ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben. Gerade im ländlichen Bereich seien Auto und Führerschein unerlässlich um Freunde und Familie zu besuchen, einkaufen zu fahren, Arzttermine wahrzunehmen oder einfach einen Ausflug zu unternehmen. „Leider tauchen trotzdem – wie zuletzt vom Verkehrssprecher der Grünen, Georg Willi – in regelmäßigen Abständen Forderungen nach Zwangsuntersuchungen oder anderen einseitigen Hürden für ältere Führerscheinbesitzer auf“, so Blecha.
Dagegen werde der Pensionistenverband mit voller Kraft kämpfen und habe dabei starke Unterstützung von Verkehrsminister Alois Stöger.
