Es war die mittlerweile 32. Auflage des „Großen Österreichischen Automobil-Preises“ (GÖAP), die da im „Colosseum XXI“ in Wien-Floridsdorf gefeiert wurde. Das Konzept vom Vorjahr, wonach die Preisträger (zumindest jene der drei Hauptpreise) erst direkt bei der Veranstaltung bekannt gegeben werden, wurde bei behalten, um die Spannung zu steigern.

 

Es war also auch diesmal wieder ein bisserl wie bei der „Oscar“-Verleihung in Hollywood: Die Entscheidung fällte diesmal eine Jury aus 100 Motorjournalisten, Experten, Prominenten und ARBÖ-Mitgliedern. Gleich geblieben ist auch dieses Jahr die Einteilung der insgesamt 39 Fahrzeuge in die Kategorien „Start“ (Listenpreis bis 20.000 Euro), „Medium“ (bis 50.000 Euro) und „Premium“ (über 50.000 Euro).

 

Im Bereich „Start“ gewann der Opel Astra vor dem Skoda Fabia und dem Mazda CX-3. Die Kategorie „Medium“ entschied der Skoda Superb vor dem Mercedes GLC und dem VW Passat für sich, und in der „Premium“-Wertung lautete das Urteil 7er-BMW vor Volvo XC90 und Audi Q7. Die genauen Punktezahlen wurden – im Unterschied zu früher – ebenso geheim gehalten wie die Wertung der einzelnen Juroren. Ein Notar wachte darüber, dass es zu keinen Unregelmäßigkeiten kam.

 

Den bereits traditionellen Umweltpreis gewann – wenig überraschend – der Mirai, das erste serienmäßige Wasserstofffahrzeug von Toyota, das in einem Nebenraum erstmals in Österreich ausgestellt war. Eine Premiere war heuer die Vergabe des „Sicherheitspreises“ an das von Bosch konstruierte Motorradsicherheitsprogramm (MSC), das dank ESP, ABS und anderen technischen Hilfsmitteln mehr Sicherheit beim Motorradfahren bietet.

 

Der „Preis für das Lebenswerk“ ging an Univ.-Prof. Hans Peter Lenz (81), den emeritierten Leiter des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Wien. „Sein Herz schlägt für den Motor“, meinte ARBÖ-Präsident Komm.-Rat Dr. Heinz Hofer in seiner Laudatio.