FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl nimmt sowohl VW-Kunden als auch Händler in Schutz: „Bei einer Nachberechnung der NoVA wegen falscher Abgaswerte und bei einer steuerlichen Nachforderung dürfen weder die Endverbraucher noch die Händler in Österreich vom Finanzminister belastet werden“. Sie kämen beide nämlich völlig unschuldig zum Handkuss. „In die Ziehung zu nehmen ist vom Finanzminister ausschließlich der Verursacher – und der sitzt im deutschen Wolfsburg“, so Kickl.
In dieselbe Kerbe schlägt auch Robert Lugar, Klubobmann des Team Stronach: „Sollte es durch Manipulationen wie von VW nun zu Änderungen in der NoVA-Berechnung kommen, muss sich Finanzminister Schelling am VW-Konzern schadlos halten “, so Lugar. In diesem Fall müsse das Verursacherprinzip gelten.
Einen „Strafaufschlag“ verlangt der Verkehrssprecher der Grünen, Georg Willi: Wer die Umwelt mit geschönten CO2-Werten schädige und damit dem Staat auch noch Einnahmen vorenthalte habe keinerlei Milde zu erwarten. „Daher erwarte ich mir, dass sofort eine Überprüfung angeordnet und die nicht bezahlte NoVA vom VW-Konzern samt Strafaufschlag eingefordert wird“, so Willi.
Eine Lösung im Sinne der Konsumenten befürwortet der ÖAMTC: „Sollte es sich herausstellen, dass gravierend falsche Angaben gemacht wurden, dürfen die durch die Manipulation entgangenen Abgaben keinesfalls bei den Kunden eingehoben werden“, sagt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.
