Dass die „Klimasünder-Tour“ der Grünen mit einer Protestaktion vor dem Sitz des „Arbeitskreises der Automobilimporteure“ starte habe gute Gründe“, wie Georg Willi, Verkehrssprecher der Günen sagte. Die Treibhausgas-Emissionen seien seit 1990 um 60 % gestiegen.

 

Von E-Mobilität bis zu den Öffis und zum Radfahren werde nicht zufällig gebremst: „Der Arbeitskreis und sein Netzwerk lobbyieren auf allen Ebenen von Wien bis Brüssel und nicht selten mit Verharmlosungen und halben Wahrheiten für die Anliegen der Autoindustrie“, so Willi. Die Verbrauchs- und Abgaswerte seien unzeitgemäß, die Zahlen müssten dem entsprechen, was angegeben werde.

 

Vehement zurückgewiesen werden die Vorwürfe der Grünen vom Arbeitskreis der Automobilimporteure. „Obwohl sich der Pkw-Bestand seit 1980 mehr als verdoppelt hat, sind die Schadstoff-Emissionen drastisch zurückgegangen. Das ist der alleinige Verdienst der Automobilhersteller, die mit Hochdruck an den neuesten Technologien arbeiten und Milliarden in Forschung und Innovation investieren“, sagt Dr. Christian Pesau, Geschäftsführer des Arbeitskreises der Automobilimporteure.

 

Es gebe es bereits ein großes Angebot an alternativ betriebenen Fahrzeugen, Potenzial bestehe vor allem bei den Elektroautos. Für einen Marktdurchbruch bedürfe es aber eines klaren Bekenntnisses seitens der Politik und entsprechender Rahmenbedingungen, wie etwa den entsprechenden Ausbau der Ladeinfrastruktur oder Förderungen. Die Grünen täten deshalb gut daran, den Fokus ihrer Energie auf die politische Ebene zu richten, um dort etwas weiterzubringen, wo es wirklich nötig ist.

 

Gleichzeitig bot der Arbeitskreis der Automobilimporteure als Reaktion auf die Vorwürfe auch ein Kontrastprogramm: Im Rahmen der Aktion wurden besonders umweltfreundliche Fahrzeuge wie das Tesla Model S, den Mitsubishi Plug-in Hybrid Outlander oder der Renault Zoe präsentiert, wovon sich auch Grün-Abgeordneter Georg Willi beeindruckt zeigte.