„Bisher haben 25.000 Betroffene begonnen, unsere Fragebögen auszufüllen, etwa 10.000 Menschen haben dies zur Gänze erledigt“, erklärt Dr. Peter Kolba, Bereichsleiter Recht beim Verein für Konsumenteninformation. Je mehr Österreicher dies tun, desto größer seien die Chancen für die Konsumenten, mit dem Volkswagen-Konzern „auf Augenhöhe“ zu verhandeln, meint Kolba.

 

Die Vorgangsweise: Jeder Interessierte erhält vom VKI ein detailliertes E-Mail, in dem der derzeitige Stand der rechtlichen und technischen Entwicklung erklärt wird. Zweites Ziel ist laut Kolba die Gründung einer Stiftung in den Niederlanden; dies erfolgt gemeinsam mit Anwälten – und auch andere europäische Verbraucherorganisationen sollen sich anschließen. Der Name der Stiftung „Volkswagen Car Claim“ steht schon fest. Ziel ist es, Vergleichsverhandlungen mit VW zu führen und Schadenersatz für möglichst viele Kunden zu erreichen.

 

Dies ist derzeit nur nach niederländischem Recht möglich: Der von der Stiftung erzielte Vergleich mit VW soll laut Kolba von einem Gericht in Amsterdam bestätigt werden. Kunden haben dann 3 Monate Zeit zu einem „Opt out“ – das bedeutet, dass sie dem Vergleich nicht zustimmen. Beim VKI rechnet man aber damit, dass sich ein weitaus überwiegender Teil dem Vergleich (der nach dem Muster einer US-Sammelklage funktioniert) anschließen wird. Als Zeithorizont bis zu einem Abschluss rechnet man mit etwa einem Jahr. Kolba glaubt, dass sich in den kommenden Monaten noch zahlreiche weitere betroffene Kunden von VW, Audi, Seat und Škoda beim VKI melden werden.