„Jeder 5. Verkehrstote in Österreich ist älter als 65 Jahre“, titelt Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich und fordert – unabhängig welche Form von Verkehrsteilnehmer – gleich einmal für ältere Autofahrer eine Überprüfung ihrer Verkehrstüchtigkeit.

 

Ob einer sonstwie irritiert ohne das Auto benützend den Verkehr belastet, steht für den VCÖ im Dienste seiner Politik nicht zur Debatte: Denn die Autofahrer sind die wahren Schuldigen. Keine Fußgänger und schon gar keine Radfahrer!

 

Tatsächlich zeugt die VCÖ-Meinung, dass mit dem Alter am Steuer die Selbstüberschätzung steige, selbst von krasser Selbstüberschätzung. Beängstigend ist, dass der Club immer schlechter die Realität wahrnimmt, durch „Grün“ ein eingeschränktes Sichtfeld hat und wirtschaftlichen Ratschlägen – Stichwort Arbeitsplatz – oft ignorant gegenüber steht. So halten wir es für eine gute Idee, darüber abzustimmen, ob es in Zeiten nicht vorhandenen Geldes den VCÖ wirklich braucht. Wirtschaftlich denkende Menschen haben in der Regel das Beurteilungsvermögen, ob die Fähigkeit des VCÖ, einen sinnvollen Gedanken in die Öffentlichkeit zu lenken, noch gegeben ist.

 

Strategische Demenz ist eine gefährliche Krankheit. Daher unser leicht abgewandeltes Gratzer-Rezitat: Betagte Menschen sind keineswegs automatisch eine Gefahr für die Verkehrssicherheit – doch wer sich nicht mehr fit für den mobilen Denkprozess fühlt, sollte die damit verbundenen Risiken der Fehleinschätzung prüfen und im Fall des VCÖ an Alternativen denken!