Es sind extrem turbulente Zeiten, in denen sich Europas größter Autohersteller befindet. Dementsprechend wichtig sei es, mit Hans Dieter Pötsch einen intimen Kenner des VW-Konzerns und der Automobilindustrie insgesamt als Aufsichtsratsvorsitzenden gefunden zu haben, konstatierte Dr. Wolfgang Porsche, der Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums ist. Pötsch war bisher Vorstand des Geschäftsbereichs „Finanzen und Controlling“, wo ihm nun Frank Witter folgt. Dieser stand bisher der Volkswagen Financial Services AG vor.

 

In einer ersten Erklärung versprach Pötsch eine umfassende Aufklärung des Skandals um manipulierte Dieselmesswerte in den USA. Davon sind – wie berichtet – auch rund 363.000 Autos in Österreich betroffen. Gleichzeitig warnte Pötsch vor voreiligen Maßnahmen: Es werde buchstäblich jeder Stein umgedreht, doch mit vagen, vorläufigen Sachständen sei niemandem gedient. Sobald alles aufgeklärt sei, würde man „die notwendigen Konsequenzen ziehen“.