Gut 30% der Befragten rechnen damit, dass die betroffenen Autohersteller die Preise deutlich nach unten drücken werden. Gar 43% fürchten, dass der Absatz von Fahrzeugen der betroffenen Marken einbrechen wird und dadurch die Nachfrage nach Komponenten sinken könnte. Die Folge wäre weiterer Preisverfall. Außerdem rechnen weit über 50% der Zulieferer mit einer Ausweitung der Affäre auf andere Automobilkonzerne.
Bleibt die Frage offen, wo denn der Optimismus bleibt, der bisher von den Zulieferern im Konzert mit den Herstellern versprüht wurde. Offensichtlich war alles nur Schall und Rauch, denn die Produktions- und Handelszahlen werden sich analog zur Aktienentwicklung wohl die nächste Zeit bei 25 bis 30% Minus einpendeln, was vermutlich auch den realen Marktzahlen entspricht.
An Arbeitsplatzbeschaffung zwecks Belebung der Märkte in unseren Breiten will nach wie vor keiner denken: Nicht die Industrie und nicht die Politik. Also schauen wir zu, wer das Datenmonopol auf sich konzentrieren kann. O-Ton in der Öffentlichkeit: Volkswagen baut Mist und dafür müssen andere büßen. Die Zulieferindustrie verkommt weiter zum Gehilfen der Hersteller, was deren wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärft.
