Mit „Mein Auto“ macht der Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels dort weiter, wo das gemeinsam mit den Autoimporteuren gegründete „Forum Mobilität.Freiheit.Umwelt“ gescheitert ist: Den unter immer absurderen politischen Belastungen leidenden Autofahrern soll ein Sprachrohr geboten werden. Im ersten Schritt konzentriert sich „Mein Auto“ dabei auf Wien.

 

„Das Auto ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und für viele Menschen das einzig mögliche Verkehrsmittel, um den Alltag zu bewältigen. Dementsprechend sollten unsere politischen Vertreter auch handeln“, unterstrich Ernst. Er wies darauf hin, dass rund 450.000 Arbeitsplätze (davon ein Viertel in Wien) vom Auto abhängen würden. Durch die Branche würde jährlich ein Umsatz von 43 Mrd €, eine Bruttowertschöpfung von 30 Mrd € sowie ein Steueraufkommen von 15 Mrd € generiert. Dennoch verstehe sich „Mein Auto“ nicht als Sprachrohr der Wirtschaft: „Uns geht es in erster Linie um die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer.“

 

Gemeinsam mit Dr. Alexander Biach, Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes, sowie ARBÖ-Generalsekretär Mag. Gerald Kumnig präsentierte Ernst 10 konkrete Forderungen an die Wiener Stadtregierung. Diese sind mehr „generelle Wertschätzung des Autos“, ein „Ende der Parkplatzvernichtung“, keine Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsrouten, keine Sperre der Ringstraße für den Autoverkehr, eine „sinnvolle Förderung von alternativen Antrieben sowie nötiger Infrastruktur“ samt „E-Mobilitätsgesetz“, ein bezirksübergreifendes Parkpickerl, eine Verlängerung der S1 zur Schaffung einer durchgehenden Außenumfahrung, eine „nachhaltige Lösung“ der Stauprobleme auf der A23 sowie die generelle Gleichbehandlung aller Verkehrsnutzer.

 

Welche Parteien werden diese Forderungen umsetzen? Eine konkrete Empfehlung für die am 11. Oktober stattfindende Wiener Gemeinderatswahl gibt „Mein Auto“ nicht ab. Für den Verein steht jedoch fest, dass bei einer Fortsetzung der rot-grünen Rathauskoalition noch ärgere Schikanen auf die Autofahrer zukommen werden.