Bei der Automotive User Interfaces and Interactive Vehicular Applications (Automotive UI' 15) präsentieren die Salzburger Forscher ihre Forschungsergebnisse. 2 der neuen Entwicklungen konzentrieren sich auf den Beifahrer und seine Rolle im Fahrgeschehen, weil ein kooperativer, aktiver Beifahrer in schwierigen Navigationssituationen eine unschätzbare Hilfe und damit für die Sicherheit im Auto sein kann.

 

Die App „Co-Navigator“ greift die Einzigartigkeit jeder einzelnen Autofahrt und jedes einzelnen Fahrers auf; sie versorgt den Beifahrer mit individuell nützlichen Infos über die benutzte Strecke, die er an den Fahrer weitergeben kann.

 

Einen unkonventionellen Ansatz stelle die Darstellung der Bewegungsgeschwindigkeit via LED-Leuchtstreifen dar, die im peripheren Sichtfeld des Fahrers montiert werden und die – weil der Fahrer den Blick nicht von der Straße nehmen muss – das periphere Sehen als Kanal zur Informationsvermittlung nutzen. Auch der seine Form verändernde Autositz macht sich einen alternativen Wahrnehmungskanal des Menschen, die taktile Wahrnehmung, zu Nutze: Über Vibrationen und Formveränderungen, die durch in der Rückenlehne eingebaute Servomotoren gestelllt werden, übermittelt der Sitz Informationen über den Straßenverkehr.

 

Alexander Metscherjakov, Assistenzprofessor und Leiter Car Interaction Lab die Philosophie  des Teams, dessen Forschungsarbeit im Rahmen des Christian-Doppler-Labors „Contextual Interfaces“ in Zusammenarbeit mit Audio Mobil GmbH aus Braunau-Ranshofen umgesetzt wird, sagt: „Ein Auto ist mehr als nur ein technisches Fortbewegungsmittel. Wir beleuchten das Auto aus einer ganzheitlichen Perspektive, in der Fahrer und Beifahrer, ihre körperlichen und kognitiven Fähigkeiten, ebenso wie ihre Interaktion miteinander und mit den Benutzerschnittstellen des Fahrzeugs eine Rolle spielen. Dabei verfolgen wir gerne auch unkonventionelle Ansätze, loten die Grenzen des Interaktionsspielraums Auto aus“.