Wie Karpinski in einem im deutschen Branchenmedium „Automobilwoche“ veröffentlichten Interview meinte, würden Autohändler in Deutschland ihren Kunden bei Neuwagen massive Preisnachlässe gewähren, wodurch der deutsche Autohandel im Jahr mehr als 10 Mrd. € verliere. Obwohl das deutsche Kfz-Gewerbe 2014 mehr als 6 % Umsatz erwirtschaftet habe, seien die Renditen nicht zufriedenstellend.

 

Man verkaufe ein wertvolles Produkt zu billig, wobei Karpinski auch die Autobauer kritisierte, weil die Überproduktion seiner Meinung nach den Markt „kaputt“ mache. Gleichzeitig betonte er, dass etwa die IT-Branche es schaffe, Begehrlichkeiten wecken zu können ohne dass es dabei zu Feilschereien komme: Man könne ja „mal bei Apple nach Rabatten fragen.“

 

Grundsätzlich sei der österreichische Markt mit deutschen vergleichbar, wie Ing. Klaus Edelsbrunner, stellvertretender Bundesgremialobmann des Fahrzeughandels sagt. „Es gibt mehrere Ursachen, die uns Probleme machen“, so Edelsbrunner. Der Druck auf den Handel werde durch die jeweilige Margensituation, aber auch durch vom Hersteller initiierte Rabatt-Aktionen erzeugt, wie aber auch durch den Markt selbst: „Das Internet ist Segen und Fluch zugleich, zuweilen werden dort Neuwagen zu Rabatten angeboten, wo sich Händler fragen, wie so etwas gehen kann und angesichts der dort gewährten Rabatte nicht mithalten können.“ Letztendlich führten Überkapazitäten und Vorgaben zu weiterem Druck und dadurch bedingt dazu, dass Fahrzeuge deutlich vergünstigt angeboten werden.