„Es bleibt spannend, welche Marketinggags kreiert werden, um einen noch attraktiveren Preis und Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu erzielen. Ich nehme an – und mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da – , dass das Ventil für Kurzzulassungen wieder geöffnet wird“ sagt Ernst.

 

Dennoch steht für den Gremialobmann fest, dass der „echte“ Neuwagenmarkt bei weniger als 300.000 Pkw liegen wird: „Das ist im 4. Jahr, in dem wir als eines der wenigen Länder in Europa Minuszahlen schreiben, schon bemerkenswert. Selbst Griechenland hat mit einer Steigerung von 15% einen wirklich positiven Absatz zu verzeichnen.“

 

Ein weiteres Problem sieht Ernst aktuell darin, dass die Hersteller und Importeure aus Kostengründen ihre Fahrzeuglager reduzieren würden. Deshalb müssten die Kunden schon bei „Brot- und Butterautos“ Lieferzeiten von 4 bis 6 Monaten akzeptieren. Lange Wartezeiten bei Sonderbestellungen seien zwar kaum vermeidbar, doch sei die derzeitige Situation untragbar, so Ernst an die Adresse der Importeure: „Lasst die Händler Autos verkaufen und gebt ihnen die notwendigen Fahrzeuge dafür!“