Aktuell werden bei vielen Marken die Händlerverträge neu gestaltet. „Im Vergleich zu früheren Jahren und Jahrzehnen“ wachse im Zuge dessen nicht nur der Umfang der Vertragswerke, sondern auch die Fülle an Vorgaben und Belastungen, berichtet Branchenveteran Schirak: „Ohne Rücksicht auf die Betriebsgröße und das zur Verfügung stehende Verkaufspotenzial werden in vielen Fällen unerfüllbare Vorgaben in die Verträge geschrieben, welche umfangreiche bauliche Maßnahmen ebenso zur Folge hätten als auch erhebliche Personalaufstockungen im Verwaltungsbereich.“ Somit würden „die Daumenschrauben immer enger angezogen“. Für den Einzelhandel sei dies schlicht unfinanzierbar, beklagt Schirak: „Was auch immer künftighin an Richtlinien und sonstigen Vorgaben umgesetzt werden soll, muss einer sachlichen Wirtschaftlichkeitsberechnung standhalten.“
Im Zuge dessen mahnt Schirak auch vor den ausufernden Verwaltungsprozessen in den Autohäusern. „Lassen Sie bitte die Kirche im Dorf, wie man bei uns so schön sagt, und vermeiden Sie in den organisatorischen Abläufen in unserer Zusammenarbeit jeglichen unnötigen und somit wirtschaftlich nachteiligen Ballast“, lautet sein Wunsch an die Importeure.
Die Herstellerseite sei gut beraten, nicht durch „Übermut und Unzumutbarkeit“ die Lebensfähigkeit der eigenen Vertriebsnetze zu gefährden, so Schirak: „Die Hersteller leben davon, dass ihre Vertriebspartner Geschäfte machen. Daher sollten sie alles vermeiden, was die Händler und Werkstätten daran hindert.“
