In Österreich setzt der Reifenhersteller ausschließlich auf HMI (Handelsmarketing-Initiative) als Partnerkonzept für freie Reifenbetriebe. „HMI ist mit 109 Standorten die größte standortbezogene Gruppe in Österreich“, erklärte Bernhard Hoffmann, Retail Manager Austria bei Goodyear Retail Systems (GRS), bei der HMI Händlertagung im März in Aigen im Ennstal. 5 neue Standorte und 3 Verluste führten eben zu den genannten 109 Standorten (2024: 107) mit Jahresende 2025. Beim Sell-out vermeldete Hoffmann im Bereich Pkw/leichte Nfz Zuwächse (2 Prozent), während der Lkw-Bereich (-3 Prozent) leicht zurückgegangen ist. Für 2026 hofft er auf 3 neue Standorte, beim Sell-out im Pkw-Segment stellte er ein Plus in Aussicht, während der Lkw-Bereich auf konstantem Niveau erwartet wird.

Das Vorjahr war generell für Goodyear und damit auch für die Partnerbetriebe in Österreich nicht leicht, Herausforderungen hat es laut Goran Zubanovic, Director Retail EU Central bei GRS in Köln, bei der Produktverfügbarkeit und der automatischen Nachbestellung gegeben. Ebenso wie beim Hersteller nimmt auch bei GRS die neue Goodyear-Zweitmarke Cooper Tires viel Raum ein. „Die Neueinführung von Cooper ist nicht einfach, bitte unterstützen Sie uns dabei“, lautete Zubanovics Appell an die anwesenden Reifenhändler. Immer wichtiger wird neben dem Reifenverkauf auch der Reifen- und Autoservice. „Die Erträge sind im Service zu holen“, so Zubanovic.

Beim Reifenhersteller selbst lobt man das Engagement der HMI-Partner: „Das Geschäft ist für uns relevant, wir verkaufen jeden dritten Reifen in Österreich über HMI“, betonte Frank Titz, D-A-CH-Verantwortlicher für das Ersatzgeschäft bei Goodyear. Thomas Knirsch, der das Segment Consumer-Reifen in Österreich verantwortet, verwies auf die kontinuierlichen Zuwächse der HMI-Partner beim Sell-out (im Pkw-Bereich): „Dieses Wachstum kann nur aus einer tragfähigen Partnerschaft resultieren“, so Knirsch. Auch im Flottengeschäft ist die Bilanz im Vorjahr positiv, so Christian Kreuter von 4Fleet.