Die politische Betroffenheits- und auch Hasskultur verdeckt diesen Tränen- und Gänsehautsommer in unserem Europa. Politisches Gezänk ist Gift für alle Menschen. Indes schwillt der Flüchtlingsstrom weiter an und rasch muss getrachtet werden, diesen Menschen ein festes Dach über dem Kopf zu bieten, ehe die kalte Jahreszeit ins Land zieht und die Kälte die fliehenden Menschen dehumanisiert.
EU-Europa hält uns zwar noch die Kriege fern, lässt intervenieren, billig in den Schwellenländern China, Brasilien und Indien produzieren und dünnt dabei selbst die Kaufkraft dieser Menschen aus. Viele Flüchtlinge aus der Vergangenheit sind noch nicht integriert und die nächste Flüchtlingswelle wogt heran.
Aber das ist zur Zeit egal, denn die meisten kommen nicht nach Österreich oder Deutschland, um uns zu gefallen. Sie überrennen EU-Staaten. Selbst in ärgster Bedrängnis wollen sie nicht in Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Slowenien, Tschechien oder in der Slowakei bleiben, weil es dort keine Perspektiven gibt. Das ist deprimierend und die EU hat diese selbst von Flüchtlingen negierten Länder in ihrem Schoss aufgenommen – auf Druck der Weltkonzerne, die ihre Geschäfte damit machen.
Darin liegt der Kardinalfehler der europäischen Wirtschaftspolitik. Jahrzehnte despotischer Kommunismus und jetzt der Brutalkapitalismus zehren Volk um Volk aus. Sie fliehen in unsere Leistungsländer, weil sie sich selbst und die Zukunft ihrer Kinder retten wollen. Die Kriegstreiberei – gemeinsam mit den Amerikanern – in deren Herkunftsländern schickt uns nun das Ergebnis in Form von hunderttausenden fliehenden Menschen. Wer diese Menschen pauschal für gute Menschen hält, hat keinen Kopf. Wer ihnen ein Recht auf Leben und auf Sicherheit absprechen will, hat kein Herz. Und ehe wir den Kopf einschalten, müssen wir beweisen, dass wir ein Herz haben.
Dann schalten wir den Kopf ein und holen die Industrie, vor allem die Autowirtschaft wieder zurück, heim in unsere Region. Denn wir selbst und die vielen Neuankömmlinge brauchen nach Integration und Schule Arbeit, damit der Konsum wieder anspringt. Auch das gehört zur Realität, wollen wir nicht selbst zum Europa voller Konflikte werden und wir flüchten müssen. Wer nimmt uns dann auf – die Kriegsindustrie, wenn sie Pflugscharen wieder zu Schwertern schmiedet?
Die Standbeine Asien und Russland wackeln gewaltig. So die EU – im Zentrum die Eurozone – ihre Dauerkrise nicht überwindet, sieht es schlimm aus. Schon jetzt steht der freie Personenverkehr in der EU zur Disposition. Bei fortwährenden ökonomischen Schwierigkeiten ist absehbar, dass auch der Warenverkehr durch neue Grenzen behindert wird. Also dürfte der autoritäre Herr Ferdinand Piëch ganz gut gelegen haben, vor den autoritären Führungen, insbesondere China, zu warnen und heim ins vertraute Europa zu bitten.
Wir sollen Gutes tun, ohne naiv zu sein!
