Das höchste Risiko haben lt. KSV junge Unternehmer im Ballungszentrum Wien. Fast 40 % der Pleiten in diesem Bundesland seien auf Unternehmen, die entweder 2014, 2013, 2012 oder 2011 gegründet wurden entfallen, wobei in der Bundeshauptstadt mit 8.256 auch die meisten Unternehmen gegründet worden seien.
Vergleichbar viele Gründungen weise auch Niederösterreich auf, wobei hier nur 32,7 % der Pleiten junge Betriebe betreffen würden. Voralberg wiederum habe 2014 bundesweit am wenigsten Pleiten verzeichnet, aber mit 36,8 % einen hohen Anteil an Jungen. Am sichersten sei es für Gründer in Kärnten (28,7 %) und der Steiermark (28,2 %), wobei Letztere auch viele Neugründungen aufweise.
„Analysiert man die Pleiten des Vorjahres und erhebt ihr Alter, so ist das Ergebnis für die Gründerszene leider wenig ermunternd. Zwar ist die Zahl der Gründer in Österreich 2014 etwas gestiegen, jedoch nicht in einem Maß, das die Pleiten zu kompensieren vermag“, so Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz beim KSV1870. Wichtig sei, wie Kantner sagt, am Beginn einen soliden Businessplan zu haben, eine gesicherte Finanzierung, Branchenkenntnisse, auch profundes wirtschaftliches Knowhow, „doch diese Voraussetzungen fehlen leider sehr oft.“
