Hintergrund für die Neuausrichtung sei, wie Schaeffler mitteilte, die in den vergangenen Jahren „verhaltene Geschäftsentwicklung“ der Industriesparte. Im ersten Halbjahr 2015 habe die Sparte einen Umsatz von 1,7 Mrd. € erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeute dies ein Wachstum von 7,5 %. Ohne Währungseffekte sei der Umsatz leicht um 0,8 Prozent zurückgegangen.

 

Ziel der Neuausrichtung sei, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Industriegeschäft nachhaltig zu verbessern und damit die Voraussetzung für gesteigertes profitables Wachstum zu schaffen. Das Programm zur Weiterentwicklung der Sparte trägt den Namen „CORE“. Kernelemente seien verstärktes Umsatzwachstum, bessere Marktversorgung und Servicequalität, stärkere Kundenorientierung sowie Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen.

 

Diese organisatorische Neuausrichtung sei zugleich die Basis, um Arbeitsabläufe und Prozesse effizienter und schlanker zu machen. Damit einher gehe eine Straffung der Organisations- und Führungsstruktur in den Zentralfunktionen sowie in den zentralen Produkt- und Anwendungsentwicklungseinheiten. Als Teil des Programms sollen insbesondere in Deutschland und Europa aus heutiger Sicht bis zu 500 Arbeitsplätze im Industriebereich bis Ende 2017 „sozialverträglich abgebaut“ werden. Ein Teil der betroffenen Beschäftigten soll in anderen Unternehmensbereichen außerhalb der Industriesparte eingesetzt werden.