Wenn Better Place bis dahin keinen neuen Business Plan vorstellen kann, will die Israel Corporation ihre finanzielle Unterstützung für Better Place beenden. Dies würde wohl das Ende von Better Place bedeuten, da es schwer vorstellbar ist, dass ein anderer Geldgeber einspringen würde. In den vergangenen Monaten wurden die Verluste von Better Place immer größer: Für das dritte Quartal wurde ein Verlust von rund 40 Mio. € veröffentlicht.

 

Die Absatzzahlen für die Elektroautos halten sich nach wie vor in überschaubaren Grenzen; bis heute wurden lediglich 490 Fahrzeuge abgesetzt. Die Ursachen für das Straucheln von Better Place sind vielfältig. Beinahe das gesamte Topmanagement von Better Place in Israel hat seit dem unfreiwilligen Abgang von Shai Agassi den Konzern verlassen.

 

Zur gleichen Zeit baute Better-Place zahlreiche Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur ab. Ein schlechtes Zeichen für einen Konzern, der sich die Weiterentwicklung von Technologien rund um die elektrische Mobilität auf die Fahnen geschrieben hat.

 

Wie der Ausweg für Better Place aussehen könnte, ist schwer vorstellbar. Vor allem der Erfolg am israelischen Markt ist davon abhängig, ob es Better Place gelingen kann, große Firmenkunden und Leasingfirmen (beide sind für den größten Teil der Neuzulassungen in Israel verantwortlich) davon zu überzeugen, dass die Elektroautos von Better Place eine brauchbare Alternative zu normalen Fahrzeugen sind.