Bei der repräsentativen Umfrage wurden im Oktober 2012 rd. 1.000 Personen befragt, 700 Wienerinnen und Wiener und 300 Pendler aus dem Wiener Umland. „49 Prozent der Wiener und 46 Prozent der Pendler sprechen sich gegen die Ausweitung der Pickerlzonen aus, deutlich stärker ist die Ablehnung bei den persönlich betroffenen Menschen. Hier sind 72 Prozent der Wiener und 89 Prozent der Pendler gegen die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung“, sagt market-Geschäftsführer Dr. Werner Beutelmeyer.

 

Nur ein Viertel der Wiener und nur jeder siebente Einpendler seien für die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. Subjektiv betroffen von der Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung fühlen sich lt. market 40 Prozent der Wiener über 18 Jahren (574.000 Bewohner) sowie 33 Prozent der Pendler (82.000 Personen). „Es ist ein Märchen, dass die Parkpickerl-Erweiterung nur Pendler trifft und die Wiener unberührt lässt“, sagt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessensvertretung.

 

Hauptargument für die Ablehnung der Parkpickerl-Erweiterung, die rd. geschätzte 50 Millionen Euro zusätzlich in die Wiener Stadt-Kasse spülen wird, sind lt. market-Umfrage die hohen Kosten. Auch die Forderungen des Autofahrerclubs, die vermehrte Errichtung von Anrainer-Garagen,
flexible Parkzonen und die Ausweitung des Parkzeitraums – wurden abgefragt.

 

„Die Ergebnisse zeigen, dass wir den 
Kern des Themas getroffen haben“ so Wiesinger. Als Lösung des Problems fordern 82 Prozent der Wiener, dass 
in Gebieten mit hoher Parkplatznot verstärkt Anrainer-Parkgaragen
 errichtet werden. 72 Prozent wollen, dass man mit dem Parkpickerl
auch außerhalb seines Wohnbezirks günstiger parken darf. 71 Prozent
wünschen sich, dass für geförderte Anrainer-Parkgaragen derselbe
 Monatspreis (rd. 55 Euro) zu zahlen sein sollte wie für P&R-Anlagen. 67 Prozent der
 Wiener und 78 Prozent der Pendler fordern zudem die Möglichkeit,
 länger als zwei oder drei Stunden parken zu dürfen.