4 von 10 deutschen Kfz-Betrieben mussten in den vergangenen 12 Monaten Renditerückgänge hinnehmen, geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Puls hervor. Die durchschnittliche Gesamtrendite ist im Zuge dessen auf 1,7 % gesunken. „Zum (Über-) Leben reichen 1,7 % wohl kaum“, meinen die Studienautoren. Selbst die vergleichsweise hohe Rendite von 2,5 %, die von den Händlern kleinerer Importmarken erreicht wird, liege „unter dem wirtschaftlich notwendigen Minimum“.

 

Szenenwechsel nach Österreich: Hier kann der durchschnittliche Autohändler von Erträgen, die in Deutschland als ernster Grund zur Sorge gewertet werden, nur träumen. Laut den Daten der KMU Forschung Austria (die keine Umfragen durchführt, sondern echte Bilanzen auswertet) wurde im Bilanzjahr 2010/11 eine Durchschnittsrendite von 1,5 % erwirtschaftet. Das war der höchste Wert seit vielen Jahren, aber dennoch befanden sich 38 % der Betriebe in der Verlustzone. Zum Vergleich: In Deutschland schreiben nur 8, 6 % der Händler rote Zahlen.

 

Übrigens: Ein knappes Drittel der deutschen Händler verdient pro verkauftem Neuwagen maximal 1.000 Euro brutto, 26 % kommen auf 1.001 bis 2.000 Euro. Auch von diesen Werten dürfte man hierzulande recht weit entfernt sein.