Im Oktober seien auf der A2 bei Wiener Neudorf täglich um 5.700 Pkw weniger unterwegs gewesen als im Vergleichsmonat des Vorjahres, verweist der „Verkehrsclub“ auf die Zählstellendaten der Asfinag. Auf der A1 (Pressbaum) sei das Minus bei 670 Autos, auf der S1 (Rustenfeld) bei 445 Autos und auf der Südosttangente (Inzersdorf) bei 904 Autos gelegen. „Das Parkpickerl hat den Autoverkehr verringert“, so die Interpretation des VCÖ-Funktionärs Mag. Markus Gansterer. Pro Tag würden „16 Tonnen klimaschädliches CO2 und rund 25 Kilogramm Feinstaub vermieden“.
Betrachtet man die Statistik näher, erkennt man jedoch schnell, wie gering der Verkehrsrückgang in Wahrheit ist: Gemessen an den rund 68.000 Pkw, die pro Werktag auf der Südosttangente unterwegs sind, betrug der angebliche „Parkpickerl-Effekt“ gerade einmal 1,5 %. Und dafür werden Pendler, die notgedrungen mit dem Auto zur Arbeit nach Wien fahren müssen, ausgesperrt? Dafür wird den Ortsansässigen in die Geldbörse gegriffen, ohne für sie irgendeine Mehrleistung zu erbringen?
In Wahrheit hat das Parkpickerl die Belastung entlang der Hauptverkehrsrouten nicht verändert. Geringe Auf- und Abwärtsbewegungen der Verkehrszahlen sind viel eher auf Reisesaisonen, Spritpreise und gesamtwirtschaftliche Einflüsse zurückzuführen als auf die rot-grüne Abzock-Aktion. Die hat nur 2 Effekte: Sie füllt das leere Stadtsäckel – und sie befriedigt jene 10 Prozent der Wählerschaft, die als grüne Kernklientel am liebsten jedes Auto rituell verbrennen und jeden Autofahrer an den Pranger stellen wollen.
