„Das richtige Kältemittel ist CO2. Das brennt garantiert nicht. Bis das kommt, verwenden wir das bewährte Mittel R134a weiter", kündigt Piëch in einem aktuellen Interview an. Damit ist VW nach Daimler der zweite große Konzern, der dem eigentlich geplanten Wechsel von R134a auf das (weitaus weniger klimaschädlichere, doch teurere und potenziell gefährlichere) R1234yf eine Absage erteilt.
R1234yf hätte eigentlich seit dem 1. Jänner 2011 in allen neu typzugelassenen Pkw verwendet werden müssen, doch haben viele Hersteller (darunter auch VW) ihre Autos entweder noch kurz davor zugelassen oder Ausnahmegenehmigungen beantragt. Spätestens ab 2017 muss laut aktueller Gesetzeslage aber in allen Neufahrzeugen R1234yf verwendet werden – wenn die EU nicht doch noch umschwenkt.
Piech jedenfalls legt der Brüsseler Kommission einen Wechsel auf CO2 nahe. Der Haken an dieser Variante: Auch CO2 -Klimaanlagen sind deutlich teurer als die bisherigen R134a-Systeme und keineswegs ungefährlich. Einerseits arbeiten die Anlagen mit hohen Betriebsdrucken, andererseits kann entwichenes Kohlendioxid bei den Fahrzeuginsassen zu Vergiftungserscheinungen führen.
