Als geistiger Vater des Renault 5 gilt Bernard Hanon. Unter seiner Regie startete der Kompaktwagen im Jahr 1967 seine Karriere als „Projekt 122“. Wie sieht ein Wagen für eine Gesellschaft, die sich in den späten 1960er-Jahren in einem Wandel befand, aus?

 

Damals noch unübliche Kundenbefragungen gaben Aufschluss darüber und mündeten direkt in die Projektvorgaben. Renaults Designchef Gaston Juchet beauftragte Michel Boué, seinen jüngsten Mitarbeiter, mit der Gestaltung des Neulings. Bereits der zweite Entwurf des Nachwuchsdesigners überzeugte derart, dass er mit nur wenigen Retuschen zur Grundlage für den Typ 122 wurde. Der Rest ist Automobilgeschichte: Der als „kleiner Freund“ vermarktete Kleinwagen, dessen Produktion 1972 anlief, wurde zum Erfolgskonzept: Bis zum Produktionsende 1994 fand er über neun Millionen Käufer.