In der Untersuchung gaben 1.000 Verbraucher in Deutschland, den USA und China ihre Einstellungen und Nutzungsverhalten in Bezug auf Online-Verkäufe von Neuwagen preis. Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel der Konsumenten halten es für sehr wahrscheinlich, einen Neuwagen im Internet zu kaufen – in China sind dies sogar 86 Prozent. Laut Projektleiter Dr. Andreas Gissler sind aber auch die Automobilhersteller derzeit noch nicht auf das geänderte Kundenverhalten eingestellt.

 

Ein Vergleich der Antworten aus den drei Ländern zeigt: Für Kunden aus den USA und Deutschland, welche ein Auto über das Internet kaufen würden, wäre der Preis der ausschlaggebende Faktor. Allerdings spielen auch die größere Nutzerfreundlichkeit und Unabhängigkeit von Terminen bei Autohändlern eine große Rolle – in Deutschland und den USA jeweils 74 Prozent. Für 67 Prozent der potentiellen chinesischen Käufer hingegen ist das wichtigstes Merkmal die gebotene Exklusivität des Online-Vertriebs )zum Beispiel Special Editions, exklusive Ausstattungsvarianten) und damit bedeutender als mögliche Preisvorteile, skizziert Gissler einen Trend.

 

„Ein Großteil der Kunden erwarten den Online-Neuwagenkauf heute schon – schließlich kann man sich seit langem fast alles über das Internet nach Hause liefern lassen", so Gissler. Mit der Integration eines zusätzlichen Online-Kanals für den Vertrieb könnte insbesondere das jüngere Kundensegment angesprochen werden, das Premium-OEM für die Umsetzung ihrer Wachstumsstrategien gezielt ansprechen wollen.

 

Muss der konventionelle Autohandel deshalb Beratungsdiebstahl und Umsatzeinbrüche fürchten? Nicht unbedingt, meinen die Studienautoren: Online-Sales sollte nicht als substituierender sondern. als ergänzender Kanal gesehen werden, welcher unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen des Händlernetzes bestmöglich in das System bereits bestehender Verkaufskanäle und -formate integriert werden muss.