In den insgesamt 5 TV-Spots werden Vorurteile gegen Werkstätten komödiantisch aufgegriffen und die Vertragsbetriebe von Renault als seriöse Alternative präsentiert. „An sich ist es nicht unsere Aufgabe, Werbesendungen zu kommentieren, doch damit schießt Renault eindeutig über das Ziel hinaus“, kritisiert Komm.-Rat Friedrich Nagl, Bundesinnungsmeister der Kfz-Techniker: „Unsere gesamte Branche wird als unseriös dargestellt.“ Nagl empört beispielsweise eine Szene, in der auf unseriöse Rechnungslegung angespielt wird.

 

Bei Renault versteht man die Aufregung nicht: „Es geht uns darum, auf humorvolle Art und Weise das Thema Servicequalität zu transportieren, ohne irgendjemanden zu diskriminieren“, sagt Pressesprecherin Dorit Haider. Dass im Medientext zur Kampagne von einer „Autowerkstatt, wie man sie hierzulande nur allzu oft findet“ die Rede ist, trägt freilich nicht zur Deeskalation bei.

 

Unabhängig davon ist eines festzuhalten: Künstlerisch und technisch wurden die Spots hochwertig produziert – kein Wunder, hat doch Stefan Ruzowitzky (Oscarpreisträger für den Kinofilm „Die Fälscher“) Regie geführt. Und dass ein Importeur einmal nicht den höchsten Neuwagenrabatt, sondern eine Dienstleistung bewirbt, ist aus Sicht der Branche ein überaus löblicher Ansatz.