Das Reifenlabel soll die Verbraucher schnell und verständlich über Nassbremsverhalten, Rollwiderstand und Lärmentwicklung informieren. Die jeweiligen Werte werden in Farben- und Buchstabenkategorien vom grünen A (Bestnote) bis zum roten G (schlechtester Wert) dargestellt. „Für die kalte Jahreszeit so entscheidende Kriterien wie Haftung und Bremsverhalten auf Schnee oder Eis werden bei der EU-Kennzeichnung aber leider nicht erfasst“, kritisiert Jochen Haag, Reifenexperte der Servicekette A.T.U: „Für die Kaufentscheidung sind daher die Ergebnisse der Reifentests und vor allem eine individuelle Fachberatung viel wichtiger.“
„Das Label bietet dem Verbraucher eine wichtige erste Orientierungshilfe, da er nachvollziehbare und unabhängige Informationen darüber erhält, wie sparsam, sicher und leise ein Reifen ist“, sagt Mag. Tassilo Rodlauer, Geschäftsführer von Goodyear Dunlop Austria. Er verweist darauf, dass beim Rollwiderstand beispielsweise 7,5 % Kraftstoffersparnis zwischen Pkw-Pneus der Kategorien A und G möglich seien. Beim Nassbremsen könne der Bremsweg zwischen A und G um bis zu 18 Meter differieren.
Dass „spezielle Wintereigenschaften" nicht berücksichtigt worden seien, hebt man aber auch bei Goodyear Dunlop hervor – und betont, statt der 3 Kritieren des Reifenlabels einen eigenen Anforderungskatalog mit 47 weiteren Faktoren zu verfolgen: „Unser Entwicklungsziel bleibt weiterhin, einen ausgewogenen Reifen mit guten Leistungen in allen wichtigen Bereichen zu entwickeln“, so Entwicklungsdirektor Bernd Löwenhaupt.
