Exakt 1.231.416 ausgegebene Karten bedeuten laut den Veranstaltern einen minimalen Rückgang gegenüber 2011 (1.263.467 Besucher). Nichtsdestotrotz gilt der Salon unverändert als die besucherstärkste Autoschau der Welt. Heuer standen erschwingliche Neuheiten wie VW Golf VII, Opel Adam, Renault Clio oder Seat Leon im Mittelpunkt des Besucherinteresses.
Die weitere Entwicklung der Branche wurde von den Konzernmanagern einhellig als schwierig eingeschätzt: Zwar wächst der weltweite Automarkt nach wie vor („Wir rechnen 2012 mit einem Anstieg von knapp 76 auf mehr als 79 Millionen Fahrzeuge“, so Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn), doch in Europa wird die Rückkehr auf das früher übliche Marktniveau lange dauern („5 bis 6 Jahre“, so Paul Willcox von Nissan Europe).
Die aktuelle Wirtschaftskrise hat sich jedoch nicht nur in den Hintergrundgesprächen bemerkbar gemacht: Am 9.10. versuchten Arbeiter des PSA-Konzerns, der den Abbau von 8.000 Stellen angekündigt hat, den Autosalon zu stürmen. Unmittelbar vor den Messehallen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die sogar Tränengas einsetzen musste.
Es steht zu hoffen, dass sich bis 2014 die Gemüter beruhigen werden. Dann wird die „Mondial de l’ Automobile“ von 4. bis 19.10. stattfinden.
