Wer einmal in einem Auto mit defektem Tacho gefahren ist (was ja heutzutage nicht mehr so oft vorkommt wie seinerzeit), lernt den technischen Begleiter im Blickfeld umso mehr zu schätzen: Denn es ist für die meisten von uns sehr schwer, die Geschwindigkeit in einem Auto richtig einzuschätzen, was bei einem Radargerät ganz schön ins Geld gehen kann. Daher sollte man jene Erfindung, die ein gewisser Otto Schulze am 7. Oktober 1902 in Berlin zum Patent anmeldete, richtig würdigen.

 

Der Wirbelstromtacho feiert also dieser Tage seinen 110. Geburtstag: Noch immer gibt es in den meisten Fahrzeugen eine Nadel, die sich auf einer runden Skala bewegt, auch wenn der erste digitale Tacho schon 1986 erfunden wurde und beim VW Golf GTI zum Einsatz kam. „Dass Tacho und Drehzahlmesser rund sind, hat ergonomische Gründe“, heißt es bei Continental, einem der großen Hersteller: „Runde Instrumente sind intuitiv abzulesen, der Fahrer muss wenig Konzentration aufwenden, kann sich aufs Verkehrsgeschehen konzentrieren und erhält trotzdem die wichtigsten Informationen.“