Betroffen ist die als Citroën-, Suzuki- und Isuzu-Händler fungierende „Salis & Braunstein GmbH“. Die für die Hauptmarke Opel tätige „Autohaus Salis & Braunstein GmbH“ sei dagegen nicht insolvent, betont der geschäftsführende Gesellschafter Dipl.-Ing. Martin Kutschka. Der Konkursantrag sei notwendig geworden, da mehrere Banken trotz ausreichender Liquidität Kredite fällig gestellt hätten.
Kutschka macht keinen Hehl aus den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der vergangenen Jahre: „2010 ist uns aber der Turnaround gelungen, 2011 haben wir ein positives operatives Ergebnis abgeliefert.“ Die Insolvenz sei daher umso bedauerlicher, werde die Opel-Aktivitäten aber „definitiv nicht“ mitreißen.
Sowohl für die Salis & Braunstein GmbH als auch für das nicht insolvente Schwesterunternehmen werden seit Monaten Käufer gesucht. Diese Gespräche stünden kurz vor dem Abschluss, sagt Kutschka: „Ich rechne mit einer Entscheidung in den nächsten ein bis zwei Wochen.“ Voraussichtlich werde man die beiden (bislang am gleichen Standort ansässigen) Firmen getrennt veräußern, im Zuge dessen soll auch die Zukunft der Filialen Leibnitz und Feldbach geklärt werden.
Das Traditionsunternehmen Salis & Braunstein, gegründet im Jahr 1938, hatte sich vor allem mit Opel einen Namen gemacht. Die nach der Jahrtausendwende betriebene Ausweitung des Markenportfolios, darunter das kurzzeitige BMW-Engagement, verursachten jedoch hohe Kosten und verschlimmerten die Folgen des Absatzrückgangs bei der Kernmarke. Kutschka wurde 2007 als Sanierungsmanager in die Geschäftsführung geholt. 2010 übernahm er vom Firmenerben Max Braunstein, der in den Ruhestand wechselte, auch die letzten Anteile. Nun beabsichtigt Kutschka, sich zur Gänze aus dem Unternehmen zurückzuziehen.
