Im Betreuerteam rund um Wolfgang Kammerer, der anno 1999 bei der Berufs-WM in Montreal Platz 1 belegt hatte, zeigte man sich dennoch zufrieden – vor allem wenn man den beruflichen Hintergrund der übrigen EM-Teilnehmer kennt. Sowohl der deutsche Sieger als auch der Silbermedaillengewinner aus Portugal und „Bronzenen“ aus Belgien und Schweden (ex aequo) arbeiten Tag für Tag auf den VW-Modellen, die auch bei der Europameisterschaft verwendet wurden.

 

Doch Alexander Sudy, der im Vorjahr die Staatsmeisterschaft gewonnen hatte, ist bei Magna Steyr in Graz vorwiegend damit beschäftigt, Mercedes-Prototypen auf ihre Tauglichkeit bei der Serienfertigung zu testen. Erst in den Wochen vor der EM, als die Wettbewerbsfahrzeuge bekannt gegeben wurden, erhielt er eine Einschulung auf VW. Daher hebt Kammerer neben seinem eigenen Arbeitgeber (Wiesenthal) und Magna Steyr auch Porsche Graz-Liebenau hervor, wo es an den Wochenenden vor der EM spezielle Schulungen für Alexander Sudy gab.

 

Dass es nicht ganz gereicht hat, bereitet Kammerer kein Kopfzerbrechen, ganz im Gegenteil: „Alexander Sudy war nur ganz knapp hinter den Medaillenrängen, und hinter ihm klafft eine große Lücke zu den übrigen Teilnehmern.

 

Der Teilnehmer für die nächste Meisterschaft, die „World Skills“ in Leipzig im Juli 2013, wird am 20. Oktober in Pinkafeld ermittelt.