Feinstaub, so Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Medizin-Universität Wien, sei nach wie vor für viele Todesfälle durch Herz-/Kreislauf- bzw. Atemwegserkrankungen verantwortlich. Und jede noch so geringe Verringerung der Feinstaubbelastung sei als positiv zu werten, betonte Hutter im Zuge der Greenbox-Präsentation in Spittal/Drau.
Und genau darauf zielt die Greenbox auch ab. Wer durch die Kärntner Erfindung eine massive Reduktion des Feinstaubs erwartet, wird zwar enttäuscht, die Verbesserung ist lt. Prof. Peter Sturm von der TU Graz aber in jedem Fall messbar. Der rd. 80 kg schwere Filterkasten ist mit drei Ventilatoren bestückt, die auch bei langsamer Fahrt den nötigen Luftdurchsatz garantieren; er wird idealerweise bei Bussen oder Lkws auf dem Dach angebracht, die in der Stadt unterwegs sind.
Als Versuchsfahrzeug war ein Bus der Grazer Stadtwerke mit der Greenbox bestückt, unterm Strich – und unter der Berücksichtigung des durch die Ventilatoren um 3,1 % erhöhten Kraftstoffverbrauchs – konnte der Filter zwischen 4 und 10 % der durch den Bus (Euro III) verursachten Eigenemission auffangen. Bei moderneren Fahrzeugen sind bis zu 17 % möglich, Ziel sind 25 %. Sollte es zu einer Serienfertigung kommen, würde der Preis deutlich unter die 3.500 € des Prototyps sinken.
