In den vergangenen Tagen hatten die Kontrollore der Asfinag wieder einmal allen 152 Autobahn-Tankstellen und Rasthäusern einen Besuch abgestattet. Das Resultat: Bis auf 23 Pächter haben alle anderen die „freiwillige“ Toilettengebühr – die aber mitunter zu einem regelrechten Bezahlzwang ausgeartet war – abgeschafft. Als „letzte Warnung“ für all jene, die noch immer am vertragswidrigen Zustand festhalten, gibt es nun sozusagen die „Gelbe Karte“. „Das widerspricht klar den gültigen Verträgen“, sagt Asfinag-Vorstand Klaus Schierhackl: „Wir werden das abstellen. Wenn notwendig, gehen wir wieder vor Gericht.“

Laut Pachtverträgen müssen die Tankstellen- und Raststättenbetreiber den Kunden einen kostenlosen und freien Zugang zu den WC-Anlagen gewähren. Zwei Eni-Tankstellen wurden bereits geklagt; die Asfinag bekam jeweils Recht. Akzeptiert werden von der Asfinag allerdings Hinweisschilder, die bei Zufriedenheit um Trinkgeld bitten, aber die kostenlose Benützung darstellen. Einschränkung: Es darf kein Reinigungspersonal geben, das den Eingangsbereich „bewacht“.