Weiter- und Ausbildung im Aftermarket ist Programm, das zu vermarktende Produkt der Zugang dazu. Jedem Fachmann im Autogeschäft ist inzwischen klar, dass Service und Gebrauchtwagen das volatile Neuwagengeschäft stützen. Dementsprechend vorsichtig werden Perspektiven und Planungen im Fortlauf des Geschäftsjahres formuliert.
Interessant ist die Erkenntnis, dass Erstausrüster der Automobilhersteller neben dem starken Feld der ungebundenen Servicebetriebe immer deutlicher Ansätze zeigen, auch den Markenhandel direkt zu betreuen. Dieser Trend wird immer halbherziger dementiert, zumal die Autoproduzenten ihre Schwerpunkte massiv außerhalb Europas verlegen und Substanzverluste der Lieferanten durch neue Vermarktungszugänge kompensiert werden müssen. Auch das Originalzubehör, bislang eine Domäne der Markenorganisationen, gerät zunehmend unter Druck von freien Vermarktungsorganisationen.
Der Ausbau des Servicegeschäftes steht bei allen zu oberst auf der Prioritätenliste und der Kampf um das qualifizierteste Personal zur Umsetzung der ambitionierten Pläne hat voll eingesetzt.
Der Marketinglyrik von Veranstalter „Automechanika“ folgend, boomt der Aftermarket und endete mit einem neuen Ausstellerrekord. Ob die vorhandene Besucherschwäche aus dem Euro-Raum durch osteuropäische und asiatische Besuchermassen kompensiert werden konnte, bleibt dahingestellt. Alle Aussagen der Aussteller, ob berechtigt oder nicht, stehen im Zeichen der Schuldenkrise. Im Werkstattausrüstungsgeschäft sparten sich die Italiener und Franzosen ihre Kräfte für ihre Lokalauftritte Autopromotec/Bologna und Equip Auto/Paris auf. Dennoch war die Automechanika wieder Branchentreffpunkt für Vertreter aus Industrie, Werkstatt und Handel.