Dass der Hersteller seit dem Produktionsstopp im Frühjahr 2011 keine Fertigung wie üblich und Neuheiten gar nicht mehr auf die Bänder brachte, habe bei dem komplett auf die Marke Saab eingeschossenen Autohaus Wien-Oberlaa den Einbruch der Neuwagenumsätze gebracht.
Den eigentlichen Grund der Insolvenz bringt Alois Weber, geschäftsführender Gesellschafter des Autohauses, auf den Punkt: „Saab schuldet uns eine hohe sechsstellige Summe“, sagt er und kritisiert die gesamte Abwicklung des Insolvenzverfahrens durch den Masseverwalter. „Wir hatten zum Beispiel aus der letzten normalen Produktion zwei Autos vom Werk gekauft, bezahlt und die Papiere schon bei uns im Haus.“ Die Autos wurden nicht und nicht zum Transport nach Österreich aufgeladen, schließlich meldete Saab Insolvenz an und die Autos kamen zur Masse und wurden sogar zur Versteigerung freigegeben. „Ich finde das einfach skandalös!“
„Dass wir vom Hersteller nichts mehr zu erwarten haben, ist für uns in den letzten Wochen klar geworden“, sagt Weber.
Der Gang zu Gericht sei unvermeidlich gewesen, auch wenn ihm der Schritt nicht leicht gefallen sei. Alles sei geordnet abgelaufen, die Fortführung mit dem Werkstattbetrieb und Gebrauchtwagen vorgesehen. Der Zahlungsplan sei auch bereits eingereicht.
www.saabwienoberlaa.at
