„Eine mögliche Mitarbeit des ÖAMTC hängt von ganz konkreten Forderungen ab“, sagt Verbandsdirektor Oliver Schmerold: Erstens müsse die bereits angekündigte Ausweitung der Kurzparkzonen ausgesetzt werden. Zweitens sollen sich die Verhandlungen auf die Parkregelungen konzentrieren, anstatt durch andere Verkehrsthemen wie Lärm oder Feinstaub verwässert zu werden. Drittens fordert der Club eine Einbeziehung der zuständigen Magistratsabteilungen, viertens müsse „das künftige Modell im Rahmen einer Volksbefragung unter adäquater Mitsprache der betroffenen Einpendler zur Abstimmung gebracht werden“. Dazu Schmerold: „Es kann nur um die Entwicklung eines Parkraumkonzeptes gehen, nicht um die Mitarbeit an der Umsetzung einer von der Stadtregierung gewünschten einseitigen Verkehrspolitik zulasten der Autofahrer."
Dass Vassilakou auf diese Forderungen eingeht, erscheint mehr als fraglich: Schließlich war es bisher ihre Linie, über die Parkpickerl erst lange nach der für 1.10. geplanten Ausdehnung auf 5 weitere Bezirke abstimmen zu lassen – und zwar nur innerhalb von Wien und nur in Verbindung mit anderen verkehrsrelevanten Fragestellungen. Dieses Demokratieverständnis hat bis weit in die Reihen der Rathaus-SPÖ hinein für Befremden gesorgt. Schmerold ist keineswegs der einzige, bei dem daher „Zweifel am ehrlichen Wunsch nach konstruktiver Zusammenarbeit“ aufkommen.



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