„Aus Gründen der Steuergerechtigkeit und des Klimaschutzes sind die Steuerprivilegien für Klein-Lkws abzuschaffen“, so VCÖ-Funktionär Mag. Markus Gansterer. Er moniert, dass Nutzfahrzeuge unter 3,5 t „weder Lkw-Maut noch Kfz-Steuer noch NoVA“ bezahlen würden: „Dem Staat entgehen dadurch enorme Steuereinnahmen.“ Zudem würden die Kleintransporter ein eminentes Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen, aufgrund der geringen Zuladung würden sie „eine mindestens viermal schlechtere Klimabilanz pro transportierter Tonne als Lkws bis 32 t“ aufweisen.
Dass letztere Argumentation im Umkehrschluss für die vom VCÖ ebenfalls leidenschaftlich abgelehnten „Gigaliner“ spricht, sei nur am Rande erwähnt. Die sachliche Entgegnung übernimmt Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbands für das Güterbeförderungsgewerbe: Kleintransporteure müssten sehr wohl NoVA und Kfz-Steuer bezahlen, davon ausgenommen sei lediglich der Werksverkehr. „Kleintransporteure werden streng kontrolliert und verhängte Strafen sind exorbitant hoch“, so Herzer: „Von Privilegierung kann also keine Rede sein!“
Herzer verweist außerdem darauf, dass es sich bei vielen Transporteuren um Ein-Personen-Unternehmen mit prekärer wirtschaftlicher Lage handle: Diese Gruppe zusätzlich mit einer Ausweitung der Lkw-Maut zu belasten, gefährde nicht nur einzelne Existenzen, sondern den Fortbestand der gesamten Branche.
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