In den Jahren 1934 bis 1938, aber auch unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs (1945 bis 1947) bestand eine Kennzeichen- und teilweise auch eine Steuerpflicht, die nach landesgesetzlichen Vorschriften exekutiert wurde. Damals protestierten die Betroffenen heftig gegen die „Fahrradsteuer“.
Der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl, der Kennzeichen für Fahrräder in einem APA-Interview jüngst als „interessante Idee“ bezeichnete, entfachte damit eine erneute Diskussion. In einer kürzlich vom ORF durchgeführten Online-Umfrage sprach sich die Mehrheit der User gegen eine Einführung von Kennzeichen für Fahrräder aus, zu einem völlig anderen Ergebnis führte eine Umfrage, die Gallup im Auftrag der Tageszeitung Österreich erhob. In dieser forderte der Großteil der Befragten die Einführung von Fahrradkennzeichen. Uneinigkeit herrscht auch unter den Parteien: Die Wiener Grünen lehnen Kennzeichen für Fahrräder aufgrund enormer Verwaltungskosten ab, auch die Wiener ÖVP spricht von „zusätzlichen Gebühren und Pflichten“. Die Wiener Freiheitlichen sehen darin eine sinnvolle Maßnahme im „Kampf gegen Radrambos“.
Bilder alter österr. Fahrradkennzeichen
