Nach dem erzwungenen Rücktritt von Karl Friedrich-Stracke, der als Vorstandsvorsitzender bisher nur interimistisch von Dr. Thomas Sedran beerbt wurde, reißen die Personalfluktuationen bei General Motors nicht ab: Entwicklungschefin Rita Forst und Finanzchef Mark James mussten vor rund 2 Wochen den Hut nehmen, nun wird der designierte Chefdesigner David Lyon vor die Tür gesetzt. Er hätte eigentlich am 1.8. sein Amt in Rüsselsheim antreten sollen, ein Nachfolger ist bis dato nicht bekannt. Mit Thomas Owsianski scheidet darüber hinaus der langjährige Opel-Marketingchef aus dem Unternehmen aus.
Die andauernden Fluktuationen verunsichern potenzielle Kunden. „Was wir brauchen, ist ein Mister Opel, der sich vor den Vorhang stellt und sagt, wo es lang geht“, meint Ing. Helmut Günther, Präsident des österreichischen Händlerverbandes. Er kritisiert das „viel zu kurzfristige Denken in den USA“, das sich „nur an den Quartalsgewinnen der Aktionäre orientieren“ würde. Die Folge der steten Hiobsbotschaften sei, dass „die beste Modellpalette aller Zeiten“ in der öffentlichen Wahrnehmung zu kurz komme.
Die Zusammenarbeit mit der heimischen Importgesellschaft verlaufe dagegen nach wie vor gut, so Günther. Trotz der leicht rückläufigen Verkaufszahlen im ersten Halbjahr sei die Situation der Vertragsbetriebe besser als in den meisten anderen europäischen Ländern: „Ein Marktanteil von knapp 8 % entspricht dem seit der Krise im Jahr 2009 üblichen Durchschnitt.“ Zu den aktuellen Anliegen des Händlerverbandes zählt eine Aufschiebung der neuen CI-Standards, die Frist für deren Erfüllung wurde in Deutschland bereits von Ende 2013 auf Ende 2016 verlängert.



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