136,6 g/km betrugen die durchschnittlichen CO2-Emissionen der in Europa neu zugelassenen Fahrzeuge im Vorjahr, das sind um 26,6 % weniger als 1995. Doch die neuen Ziele, die von der EU vorgegeben werden, sind ambitioniert: Bis 2020 sollen die Neuwagen im Schnitt nur noch 95 g CO2 pro Kilometer emittieren (bei leichten Nutzfahrzeugen sind es 147 g/km). Die zuständige EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard sprach am 11. Juli bei der Präsentation der neuen Ziele davon, dass man dadurch auch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie fördere.
Die Hersteller sehen das naturgemäß anders. Man müsse nun überprüfen, wie (und ob) man derart strenge Ziele technisch überhaupt erreichen könne, hieß es in einer Stellungnahme der Dachorganisation ACEA. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen, wo die Zulassungszahlen in Europa auf den Stand von 1995 zurückgefallen seien, sei es umso schwerer, die Entwicklung der technischen Neuerungen zu finanzieren und den Kunden nahe zu bringen. Weder die USA noch Japan oder China hätten derart strenge Ziele für ihre Flotten veranschlagt, meint die ACEA: „Dadurch werden die Herstellungskosten in Europa steigen, was Wettbewerbsnachteile mit sich bringt.“
Österreichs Umweltminister Nikolaus Berlakovich bezeichnete den EU-Vorschlag als „konsequente und sinnvolle Maßnahme für mehr Klimaschutz im Verkehr“.
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