A&W: Wie laufen die Vorbereitungen für die AutoZum 2027?

Sven Sauer: Es läuft richtig gut. 2025 hatten wir einen erfolgreichen Neustart – rund 16.000 Fachbesucher, 160 Aussteller, das war über den Erwartungen. Was damit auch ganz klar geworden ist: Der Markt braucht und will die AutoZum.

Jetzt ist die Dynamik groß. Wir erweitern die Fläche und planen mit über 25.000 Quadratmeter. Und es gibt etwas Neues: eine zweite hochkarätige Bühne samt Sonderbereich und Spezialprogramm. Neben der Bühne in Halle 10 mit unserem langjährigen Partner A&W – mit den gewohnt qualitativen Programmpunkten wie Werkstatt, Handel, Reifenwirtschaft – gibt es 2027 die Bühne im Innovationsbereich in Halle 2/6. Hier liegt der Fokus auf Zukunftsthemen. Außerdem vergeben wir 2027 erstmals den Innovation-Award. Das ist eine echte -Weiterentwicklung, nicht nur Vergrößerung.

Wie ist die Buchungssituation bzw. das Interesse der Aussteller?

Sauer: Das Interesse ist vielversprechend. Wir steuern auf 225 Aussteller zu – das ist ein Anstieg von mehr als 40 Prozent gegenüber 2025. Das ist nicht einfach eine größere Messe, es ist ein Interesse, das zeigt: Diese Branche weiß, dass es einen Ort gibt, um zusammenzukommen, und das ist die AutoZum. Wir kriegen Anfragen von Anbietern, die vorher nie dabei waren. Neue Player im Batterie-Service, in der Softwarediagnose, in KI-gestützten Lösungen, aber eben auch aus den klassischen Bereichen haben wir zahlreiche Anfragen.

Das liegt auch daran, dass die Branche unter Druck ist. Werkstätten müssen handeln. Sie suchen nicht nur Produkte, sondern Partner. Und die wollen sie treffen – nicht am Telefon, sondern face to face.

Was erwartet die Besucher inhaltlich auf der AutoZum 2027?

Sauer: Das ist das Kernstück. Die Besucher werden konkrete Antworten finden. Da ist z. B. die Elektromobilität – nicht abstrakt, sondern praktisch: Wie prüfe ich eine Hochvoltbatterie sicher? Wie funktioniert KI-Diagnose wirklich in der Praxis? Und -vorausschauende Wartung – das ist kein Konzept mehr, sondern Realität. Wir zeigen, wie Datenmanagement in der Werkstatt läuft, wie Techniker -damit arbeiten. Werkstätten sehen, wie andere das geschafft haben. Die Diskussionen auf den Bühnen, die Kontakte zu Verbänden und Zulieferern – das alles fließt zusammen. Das ist der Mehrwert, der nur von Messen geliefert werden kann.

Wohin geht die Reise mit der AutoZum? Was ist die Aufgabe einer modernen Fachmesse?

Sauer: Die Messe hat sich verändert. Sie ist nicht mehr nur Produktvorstellung. Sie ist der Ort, an dem Branchenfragen geklärt werden.

Die AutoZum muss der Platz sein, wo die Werkstattinhaber sagen: Wie baue ich mein Geschäft um? Elektro-Spezialist ja oder nein? Wie begegne ich Onlinelösungen? Das entscheidet sich nicht in Vorstandsräumen – das entscheidet sich in den Werkstätten. Und die Inhaber treffen sich hier in Salzburg, tauschen sich aus, sehen neue Technologien live, verstehen, welche Richtung für sie sinnvoll ist.

Gerade weil in der Werkstatt und der Kommunikation alles immer digitaler wird, ist das Aufeinandertreffen zwischen Menschen noch wichtiger. Je anonymer die Welt wird, desto wertvoll ist der direkte Austausch – face to face und im persönlichen Gespräch.

Eine Messe muss relevant sein für die tägliche Arbeit und Inspiration stiften für die Zukunft. Das ist unser Anspruch.