Die Automechanika in Frankfurt hat mehr denn je gezeigt, wohin die Reise in der Kfz-Technik geht. Auf der riesigen internationalen Aftermarket-Leitmesse, die wir mit einem Team von 7 Kollegen besucht haben, wurde viel Bewährtes, aber auch viel Neues gezeigt.
Elektromobilität, immer komplexere Elektronik, Sensorik, Assistenzsysteme und autonmes Fahren, Digitalisierung und KI: die Transformation braucht auch neue Ideen für Wartung, Reparatur und Service.
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Die gute Nachricht zuerst: An Lösungen mangelt es nicht: Diagnose- und Reparatur-Tools, Ersatzteile, Informationssysteme, spezialisierte Dienstleistungen – all das war zu sehen. Teilweise sind die Technologien schneller, als die Anforderungen klar sind. Ein Beispiel ist der Tausch der Akku-Kühlflüssigkeit, wo noch immer nicht ganz klar ist, ob notwendig oder nicht.
Vorauswahl der Lösungen
Und genau darin liegt die eigentliche Herausforderung. Denn die Frage lautet nicht mehr nur: Gibt es eine Lösung? Sondern: Welche Lösung passt zu welchem Betrieb? Was wird wo gebraucht, wie kommt man dazu und wie fügt sich das alles sinnvoll in den Werkstattalltag?
Kaum ein Betrieb kann das aus eigener Kraft überblicken. Denn die Lösungen selbst werden komplexer. Sie kommen von unterschiedlichen Anbietern, sodass verschiedene Tools und Systeme zusammenspielen müssen. All das erfordert Investitionen, Ausbildung und nicht zuletzt die Antwort auf die Frage, welche Anforderungen der neuen Technologien langfristig tatsächlich gelöst werden müssen.
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Die größte Aufgabe liegt wohl bei den Teilehändlern und Werkstattausrüstern. Ihre Rolle verändert sich bereits: vom reinen Produktlieferanten hin zum Problemlöser, Berater und Informations-Lieferant der Werkstätten. In Zukunft wird nicht entscheidend sein, wer den billigsten Bremsbelag liefert. Wichtig wird sein, wer die Betriebe bei Reparatur und Wartung sowie bei den neuen technologischen Herausforderungen am besten unterstützt – mit den richtigen Produkten, Informationen, Schulungen und Dienstleistungen.
Wir als Fachmedium sind gefordert
Ebenso sind wir als Fachmedium gefordert. Unsere Aufgabe ist es, Orientierung zu bieten, Entwicklungen einzuordnen, vorzusortieren und verständlich zu machen, was für die Betriebe wirklich relevant ist. Wir müssen zeigen, wo Lösungen erhältlich sind, wie sie funktionieren und welchen konkreten Nutzen sie im Alltag bringen.
Die Automechanika hat eindrucksvoll gezeigt: Die Lösungen für viele der kommenden Herausforderungen sind bereits da. Die nächste große Aufgabe besteht darin, sie zu den Betrieben zu bringen. Und dabei werden jene Partner erfolgreich sein, die sich nicht darauf beschränken, Produkte zu verkaufen, sondern den Werkstätten helfen, ihre Probleme zu lösen.
